Projekt C02: Uromodulin-NET-Komplement-Interaktion bei tubulointerstitiellen Verletzungen
Das Projekt C02 widmet sich der Untersuchung der Rolle des Komplementsystems bei der Entstehung und Progression akuter und chronischer Nierenschädigungen. Als zentraler Mediator inflammatorischer und gewebsmodulierender Prozesse trägt das Komplementsystem wesentlich zur Pathogenese von Ischämie‑Reperfusionsschäden, Transplantatabstoßungen sowie tubulointerstitiellen Fibrosierungsprozessen bei.
Analyse der Komplementaktivierung bei Nierentransplantationen

Im Mittelpunkt der translational ausgerichteten Forschungsarbeiten steht die Analyse der Komplementaktivierung bei Nierentransplantationen. Darüber hinaus werden die Wechselwirkungen von Komplementfaktoren mit Uromodulin sowie mit neutrophilen Granulozyten und neutrophilen extrazellulären Fallen (NETs) im tubulointerstitiellen Kompartiment untersucht. Diese Studien sollen den Beitrag dieser Interaktionen zu inflammatorischen und profibrotischen Mechanismen sowohl in akuten als auch in chronischen Schadensmodellen präzise definieren.
Das geplante Forschungsvorhaben konzentriert sich zudem auf die Rolle CD38‑positiver Immunzellpopulationen, insbesondere von natürlichen Killerzellen (NK‑Zellen), in komplementassoziierten Schädigungsprozessen und bei Transplantatabstoßungen.
Methodischer Schwerpunkt: histopathologische und immunhistochemische Analyse humaner Nierenbiopsien

Methodisch liegt der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe auf der histopathologischen und immunhistochemischen Analyse humaner Nierenbiopsien. Diese patientennahe Untersuchung ermöglicht die Identifikation klinisch relevanter morphologischer Merkmale, Expressionsmuster und zellulärer Interaktionen im Kontext der Komplementaktivierung. Ergänzend werden experimentelle Mausmodelle der Ischämie‑Reperfusion, der Nierentransplantation sowie akuter und chronischer Nierenschädigungen eingesetzt. Auch in vitro Modelle kommen zum Einsatz, um grundlegende Mechanismen auf zellulärer Ebene zu untersuchen. Hierzu wurde jüngst ein stammzellbasiertes Nierenorganoidmodell etabliert, dass das methodische Spektrum erweitert und die Lücke zwischen in vitro und in vivo Ansätzen weiter schließt.
Ziel: Charakterisierung der komplementvermittelten Immunpathologie der Niere auf molekularer und zellulärer Ebene
Langfristiges Ziel des Projekts ist es, die komplementvermittelte Immunpathologie der Niere auf molekularer und zellulärer Ebene umfassend zu charakterisieren und damit die Basis für gezielte, organspezifische Therapieansätze zu schaffen.









